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Anfahrtsbeschreibung
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sind eine 7-köpfige Familie, 5 Frauen, 2 Männer, 8 Pferde und unzählig weitere Tiere. Wir wohnen gemeinsam mit drei Familien im Rheinhessichen Hügelland zwischen Mainz und Bingen. Ich, Thomas Stendal, bin eher „Chef im Hintergrund“, böse Zungen behaupten der Stallknecht. Eigentlich beginnt man eine Aufzählung nie mit der eigenen Person. Aber das scheint mir günstiger um unsere Geschichte zu erzählen. Ich hatte früher nie etwas mit Pferden zu tun. Das änderten meine Frau und älteste Tochter gewaltig. Aber zuerst die Eckdaten. Mein Gehalt beziehe ich als Beamter der Hessischen Justiz. Darüber hinaus bin ich Seelsorger und Kinderpastor unserer freievangelischen Kirchengemeinde. Tja, und wie sich des fürn echte Meenzer gehert: jedes Wochenende fiebere ich mit unserem FSV Mainz 05.
begegnete meine Frau (die Mutter der Truppe) dem mittlerweile leider verstorbenen Traberwallach Sandiko. Und so entflammte ihre alte Leidenschaft. Antje besaß bereits als Teenager Pferde und organisierte diverse Veranstaltungen für Nachbarskinder. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie sogenannten Problempferden. Sandiko war genau das Gegenteil: sensibel, treu und zuverlässig. Kurzum: er gewann schnell unsere Herzen und wechselte gemeinsam mit einer alten Kutsche seinen Lebensmittelpunkt. Er machte Mut und Geschmack auf mehr. Bald entstand eine kleine Herde. In dieser Zeit besuchten uns zunehmend Kinder und Reitwillige. Diese fanden unsere Offenstallhaltung, Einstellung und Aktivitäten offenbar gut. Jedenfalls machten sie mächtig Reklame. Irgendwann kam uns die Idee, daraus mehr als Hobby und Privatbesitz zu machen.
Abbildung: Antje Stendal -
erfolgte 2004. Den Startschluss legte ein Schnupperkurs für Klassenkameradinnen unserer ältesten Tochter. Wir empfanden diesen als äußerst gelungen. Aus Wiederholungen, Ergänzungen und Verbesserungen entwickelte sich eine Angebotspalette. Unsere Kurse waren fortan mehr als bloße „Versuchsballons“. Sie waren – insbesondere bei Mädchen – beliebte Renner. Neben Kursen etablierten sich weitere Angebote, beispielsweise Wochenendseminare, geführte Wanderritte, Einzelunterricht und kleinere Turniere. Zu Beginn bestand unser Mitarbeiterteam aus Antje, unserer Tochter Jana und mir. Dazu zählten 3 Pferde. Uns war es wichtig, nicht ohne Unterstützung zu starten. Deshalb boten wir alle Aktivitäten im Rahmen unserer Kirchengemeinde (enChristo-Gemeinde Mainz-Gonsenheim) an. Eine weitere Herausforderung bestand darin, den „richtigen“ Stil zu finden. Die Angebote verlagerten sich vom herkömmlichen Reitunterricht auf Westernreitbasis bis hin zum Horsemanship, mittlerweile zur Freiheitsdressur. Wir haben viel gesucht, besucht, gelesen, gesehen und ausprobiert. Antje ist Studentin des Natural Horsemanship nach Pat Parelli. Geprägt haben uns auch Mark Rashid und vor allem Jean-Francois Pignon. Beide besitzen eine überragende Kompetenz. Tief beeindruckt haben uns allerdings ihre Persönlichkeit. Eines haben wir von ihnen jedenfalls verstanden: wir sind Lernende und werden es immer bleiben. Wir sind keine Besserwisser und nicht das Maß aller Dinge. Aber wir sind auf einem guten Weg und die Pferde helfen uns dabei.
ist kein Familienbetrieb mehr, sondern eine kleine Organisation. Strukturen und bewährte Angebote ermöglichen unser wesentlichen Ziel: Beziehungen. All das war und ist möglich, weil Gott uns reich beschenkt. Dafür sind wir dankbar. Wir konnten immer ausreichend Boden anpachten, nebenan wohnt eine hervorragende Tierärztin, wobei wir von Unfällen und schweren Tierkrankheiten bisher verschont wurden. Am meisten freuen wir uns über die Teilnehmer. Die machen so viel Freunde, das kann man manchmal kaum in Worte fassen. Wenn ängstliche oder misstrauische Teilnehmer wieder Zuversicht gewinnen. Wenn sie unbekümmert lachen, sorgenfrei Pferd, Wind und Natur genießen. Wenn wir die Bilder glücklicher Menschen in uns wirken lassen, sind wir sprachlos und staunen. In solchen Momenten sind wir nicht cool, souverän oder routiniert. Das begeistert immer wieder aufs Neue. Danke Jesus.
Abbildung: Thomas Stendal -