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Glaube
Wir sind Christen auf Grundlage des evangelischen Glaubenbekenntnisses. Unsere Heimat ist eine Frei-evangelische Gemeinde, die der sog. charismatischen Bewegung angehört. Entscheidend ist das aber nicht. Wichtig ist die Beziehung zu Gott.
Gott wirkt
auf vielfache Weise. Er benutzt beispielsweise Bibel, Predigt, Bücher, Musik, Natur, Menschen, Umstände, übernatürliche Begegnungen, na klar: auch unsere Pferde. Der Umgang mit Pferden kann uns viel über Gott verdeutlichen, zum Beispiel:
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Beziehung zum Pferd ist weder Technik, Handwerk noch gute Reitlehre. Beziehung bedeutet Leben. Genauso ist das bei Jesus. Christ ist man nicht durch Taufe oder aufgrund besonderer Verdienste. Jünger Jesus ist man nur in Beziehung.
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Wer gut beobachtet wird feststellen: Jedes Pferd besitzt einen unverwechselbaren Charakter. Gleiches gilt für Menschen: Gott schuf Originale. Kein Mensch existiert zufällig. Gott ist kreativ und hat Pläne für jeden.
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Pferde darf man nie auf ihre Funktion, das Reiten reduzieren. Viele Menschen werden nur nach Leistung beurteilt. Das ist würdelos und einseitig. Gott liebt alle Menschen, und zwar bedingungslos.
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Pferde sind Herdentiere. Ohne Gemeinschaft können sie nicht überleben. Gott hat auch uns Menschen als Sozialwesen erschaffen, die einander brauchen. Alleine verkümmern wir.
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Kommunikation mit Pferden setzt voraus, dass man deren Sprache lernt und einsetzt. Der Mensch muss sich quasi auf ein niedriges Niveau herablassen. Das tut auch Gott. Er kommt auf uns zu, macht sich „klein“ und verständlich.
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Eine wirklich gute Beziehung zu Pferden braucht Vertrauen. Lebendige Beziehung zu Gott basiert auf Vertrauen. Nur wer ihm wirklich vertraut kann wachsen und reifen.
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Gutes Training führt zu Selbständigkeit und Gehorsam der Pferde. Genau das ist Nachfolge Jesu: Mündigkeit, Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
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Pferde benötigen Zeit und Geduld, um etwas zu Lernen. Ein Training im Schnelldurchgang, unter Druck und am Ergebnis orientiert, bringt schlechte Leistungen und mindert Vertrauen. Gott ist geduldig und hat Zeit. Manchmal scheint uns Gott fast zuviel Zeit zu haben, uns geht es nicht schnell genug. Wie Pferde verringern wir unsere „Lebensgeschwindigkeit“, beginnen den Augenblick zu erleben und nutzen das Hier, Jetzt und Heute.
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Pferde sind ausgezeichnete Beobachter. Meist wissen sie mehr über uns, als wir über sie. Manchmal kennen sie uns sogar besser, als wir uns selbst. Echte Beziehung braucht sensible Selbst- und Fremdwahrnehmung. Nur wer sich selbst gut kennt, ist zur tiefen Gotteserkenntnis fähig. Merke: Gott kennt uns in- und auswendig. Seine Liebe zu uns ist nicht an irgendwelche Bedingungen geknüpft.